Gong Fu Cha Teezubereitung

Ist Gong Fu Cha eine Zeremonie oder ein „einfaches“ Teilen von Tee? Im heutigen Artikel erzähle ich dir mehr über diese Art der Teezubereitung.

Gong Fu Cha, eine kleine Teekanne und kleine Teeschalen, ist ein Teeritual das seit der Song Dynastie existiert. Es stammt aus Chaozhou.
Im Chaozhou Stil gibt es wirklich nur die Teekanne und die Teeschalen, keine Gong-dao-bei (Cha-Hai, Pitcher), Teesieb etc. Die erste schriftliche Erwähnung dieses Tee-Rituals gab es in der Qing Dynastie. Das Wort Gongfu im Chaozhou Dialekt bedeutet „Achtsamkeit während man etwas tut“. Daraus ergibt sich sehr gut auch das heutige Gongfu Teeritual und das, was am wichtigsten dabei ist.

Die Traditionelle Chinesische Gongfu Teezeremonie benutzt kleine Tonkannen und -schalen. Diese sorgen für eine gute Balance von Geschmack, Duft, Nachgeschmack und Stärke. Oolong Tee, verschiedener Fermentation-Stufen ist die beste Wahl für diese Teezeremonie. Auch Schwarzer Tee kann in diesem Stil getrunken werden, jedoch ist dann Porzellan die bessere Wahl beim Teegeschirr. So kann man den reellen Geschmack besser herausfinden. Man kann Porzellan, Keramik oder auch Yixing Ton Teekannen verwenden – wichtig ist „klein mit einem runden Bauch“. Ein Porzellan Gaiwan tut es auch.
– Der Tee sollte pur und rein sein, am besten Handgepflückt – purer, natürlicher und authentischer Geschmack, keine aromatisieren Tees oder Blends

Oft werde ich gefragt, wo ich den Gong Fu Tee kaufen kann? Gongfu Tee ist kein spezieller Name oder Type. Es ist vielmehr eine Kunst. Das passende Geschirr, Tee, Ziehzeit etc. ist Teil des Lernprozesses bei dieser Kunst. Es macht Spaß, zu experimentieren und Neues zu entdecken. Den besten Geschmack für einen selbst zu finden, das ist Teil eines Lernprozesses. Vielleicht mögt ihr euren Tee stark aber dann probiert ihn einmal weniger kräftig zu genießen und die anderen Geschmacks- und Duftfaktoren zu finden. Trinkt ihr euren Tee immer leicht, so versucht diesen einmal stärker zu brühen und achtet auf euch selbst und was ihr dabei empfindet. Das Gongfu „Teeritual“ ist Aufmerksamkeit, Ziehzeit, Servieren des Tees, Trinken und ein aufrechter Geist.

4 Dinge halte ich ebenfalls für sehr wichtig bei der Gong Fu Cha Übung:

  • Kunst– es beinhaltet die Auswahl des Teegeschirrs, das Setting (Blumen, Steinchen etc.), Wasserauswahl, Tee servieren und das Tee-machen an sich a
  • Verhalten – Tee ist viel mehr als NUR ein Getränk. Während einer Teezeremonie oder des Gong Fu Chas lernt und praktiziert man gute Umgangsformen und respektvolles Verhalten. 
  • Umgebung als Schulung der Sinne – Es gibt nicht nur die Wohnung zum Üben der Teezeremonie. Die Umgebung und die Natur hilft die Kunst zu verfeinern. Es ist schön, neue Locations zu suchen. Die Natur inspiriert und gibt eine einzigartige Verbundenheit mit dem Naturprodukt „Tee“.
  • Erlernen des Daos durch Selbstwahrnehmung – Beim Gong Fu Cha geht es vor allem auch darum, sich Zeit für seinen ausgewählten Tee zu nehmen. Die Harmonie, Ruhe und den Frieden des Augenblickes zu genießen und den Tee zu schmecken, die verschieden Aromen zu erkunden, die warme Schale zu fühlen, das Plätschern des Wassers zu genießen, den Duft des Tees wahrzunehmen und das ausgewählte Tee-Setting zu bewundern. Hierin findet man die Weisheit des Daos. Vielleicht nicht bei der ersten Schale aber Übung macht den Meister.  

Ich nehme mir Zeit für mein Tee-Ensemble und wähle meinen Tee. Es kann auch gut sein, dass der Tee an einem Tag besser schmeckt als an einem anderen. Viel hängt dabei von mir selbst ab und meiner Aufmerksamkeit bei der Auswahl der Dinge um mich herum. Ich z.B. mag es grün. Die Verbundenheit zur Natur ist mir sehr wichtig. Der Respekt für alle die es möglich gemacht haben, dass ich diesen Tee heute und hier auswählen durfte. Mit einem schönen Ensemble bedanke ich mich und stecke meine Energie und Aufmerksamkeit hinein.

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