„Was es sonst alles so gibt“

Abstract: Tee zeigt sich vielfältig und doch oft auch einfach als Blatt, übergossen mit Wasser. In dieser Beitragsfolge wird es dagegen in Zukunft um außergewöhnliche Erscheinungsformen und Geschmackseindrücke gehen.

Beginnen wir mit einem Tee, gepresst wie Schokolade. ..

Dieser Tee war ein Geschenk und ich habe damit auch keine Werbeabsichten

Nun sitze ich hier, es fehlt am Licht, ich, jeden Sonnenstrahl einzeln herbeisehnend, an meinem Teetisch, in Erwartung dieses Da Hong Pao. Leichte Zweifel beschleichen mich, ob der Aufgabe, die vor mir liegt.

Da Hong Pao, ein großer Tee mit viel Symbolkraft im Chinesischen. Seine Geschichte wird überall gern erzählt. Und doch bezieht sich das immer auf den „inneren Kreis“

Kann ein Tee, noch dazu im Muster gepresst, diese Aufgabe erfüllen? Ich erwarte nicht viel, lasse mich da angenehm überraschen.

Der Aufguss sofort mit viel Farbe, das Aroma dagegen zurückhaltend, die Blätter nur langsam sich öffnend. Ich brauche Geduld für diesen Tee.

Schön praktisch, solch gepresstes Stück Tee, gerade für unterwegs, denke ich, lässt sich leicht portionieren… Und doch in der heutigen Zeit noch nötig?

Ich kenne Da Hong Pao in verschiedenen Arten, meist lose mit schönen dunklen langen Blättern, vorsichtig behandelt, intakt bleibend…

Hier dagegen schon der Bruch an der Tafel verrät den Bruch durch die Blätter mich fast schmerzend in meinem Gefühl.

Ich habe stark dosiert, mit kurzen Zeiten, zuviel?, Nein!

Starke Farbe, starker Geschmack, nach was? Es ist ein Rätsel, sich mir nicht offenbarend. Langsam fängt der Tee an, sich zu lösen, graphitgleich in Schichten. Ich, etwas nachhelfend, erkenne Blätter, ganz dunkel wie Hongcha, wenig eigen duftend.

Der Tee will etwas verstecken, mein Magen warnt mich, ich sehe die mürben dunklen und doch farblosen Blätter, einfach schwarz fast. Da sind Aromen und doch auch viel Nichts.

Zusammenfassend: Eigentlich so wie ich schon ahnte. Und dem ist nichts weiter hinzuzufügen.

Lass dich nicht blenden von schönen Kunstwerken, Geschichten. Entdecke selbst, was sich dahinter verbirgt.

Ein Kommentar

  1. Ich schreibe mir selbst einen Kommentar, einfach, weil ich sehen möchte, dass es funktioniert.
    Die Kunst etwas zu bewerten ohne es zu verurteilen, weil es einfach nur meine persönliche Meinung ist, geschrieben von den vielen eigenen Erfahrungen, nicht zählend für andere, es ist nicht leicht zu verwirklichen. Und doch ein gewisses Maß an Ehrlichkeit muss bleiben, bezogen auf den Tee selbst, der eben so ist und sich mir direkt so zeigt.

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